Ihre Meinung zum Kombibad?

Fragen & Antworten

Die Rastätter Bürger haben viele Fragen – und an dieser Stelle werden sie beantwortet. Ihre Frage war noch nicht dabei? Schreiben Sie uns!

Die bestehenden Bäder in Rastatt – das Familienbad ALOHRA und das Freibad NATURA – sind in die Jahre gekommen; die jährlichen Kosten für Instandhaltung und Betriebssicherheit steigen kontinuierlich und Ersatzteile für technische Anlagen sind nur noch sehr schwer auf dem Markt zu bekommen. Ohne Veränderungen machen beide Bäder weiter Verluste. Wenn wir nicht handeln, können Schließungen drohen, weil die Betriebssicherheit bei beiden Bädern auf Dauer nicht mehr sichergestellt werden kann.

Das neue Kombibad ist eine Investition in die Lebensqualität der Stadt Rastatt für mehrere Generationen. Es erhöht die Attraktivität der Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger sowie für Besucher aus der Umgebung und dem nahen Elsass.

Das neue Kombibad hat eine bedarfsgerechte Innenwasserfläche; diese liegt deutlich über der des ALOHRA. Wichtig unter anderem,

  • für mehr Sicherheit und genügend Raum: um genügend Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche anbieten zu können,
  • um Schwimmsport zu ermöglichen und den Vereinssport zu erhalten,
  • als Klimaanpassungsmaßnahme (schneller Wetterwechsel im Sommer, mehr Wetterextreme) und somit Badespaß bei jedem Wetter garantieren zu können.

Am Anfang der Diskussion über die Zukunft der Bäder standen die Optionen Sanierungen oder Neubau. In den Jahren 2011 bis 2014 wurden von unterschiedlichsten Ingenieurbüros und Sachverständigen Gutachten über den Zustand beider Bäder erstellt. Sie alle kamen zum Ergebnis, dass der Neubau eines Kombibades die präferierte Variante darstellt. Der Gemeinderat folgte am 10. Oktober 2016 einstimmig (bei einer Enthaltung) der Empfehlung des Betriebsausschusses und beschloss den Bau eines Kombi-Bads.

In der öffentlichen Gemeinderats-Sitzung vom 12. April 2018 legte der Gemeinderat beherzt einen kollektiven Startsprung hin für den Neubau eines kombinierten Frei- und Hallenbades am Standort des Freibades Natura. Einzeln abgestimmt wurden die wichtigsten Eckpunkte zum neuen Kombibad – allesamt mit großer Mehrheit oder gar einstimmig. Mit überwältigender Mehrheit (33 Ja-, zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen) votierten die Räte dafür, acht Bahnen im 50-Meter-Sportbecken des bisherigen Freibades zu erhalten, aber vier Bahnen bei Bedarf auch für Nichtschwimmer nutzbar zu machen. Damit folgten sie einem Antrag der FuR-Fraktion. Diesem vorausgegangen war ein Antrag der SPD-Fraktion, eine Festlegung auf acht Bahnen zu erreichen (23 Ja-, 16-Nein-Stimmen). Die Verwaltung hatte ursprünglich vorgeschlagen das Sportbecken auf sechs Bahnen zu reduzieren. Durch das Gemeinderatsvotum erhöht sich die Gesamtwasserfläche innen und außen auf 2.850 Quadratmeter.

Auch in der Standortfrage zeigte sich der Gemeinderat nahezu einstimmig. Bei nur einer Enthaltung stimmte er für die bisherige „Natura“- Fläche am Schwalbenrain. Mit acht Enthaltungen und ohne Gegenstimme ging außerdem der Verwaltungsvorschlag für eine „Saunaanlage des Betriebstyp 1“ durch, wobei die Planung optionale Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigen soll. Eingangs der Sitzung hatte der Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes, Rolf Pieper, die Ergebnisse seiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für ein öffentliches Saunabad in Rastatt vorgestellt und genau diesen Saunatyp als adäquat empfohlen. Somit darf sich Rastatt auf eine Saunaanlage für circa 60 Tagesbesucher freuen – mit Saunaraum, Dampfraum und Warmluftraum sowie Abkühlraum, Ruheraum und Saunagarten.

Einstimmig ging außerdem der Auftrag an den Eigenbetrieb Bäder, das Raumkonzept fürs Kombibad entsprechend der beschlossenen Änderungen anzupassen und eine aktualisierte Kostenschätzung vorzulegen. Engagierte Plädoyers gab es aus der Mitte des Gemeinderates, eine angemessene Gastronomie vorzuhalten und einen externen Projektsteuerer mit dem Management der „Mammutaufgabe“ zu beauftragen. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch betonte überdies, die Verwaltung werde parallel zur Planung des Kombibades ein Verkehrskonzept ausarbeiten – mit dem Ziel, die Wege- und Straßenführung zum Bad zu optimieren und eine gute Erreichbarkeit mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Einen entsprechenden Auftrag habe er bereits in die Fachabteilungen gegeben.

Ja, beide Bäder sind sicher. Aber wir müssen jetzt vorausschauend planen und handeln. Es wird immer schwieriger, Ersatzteile für manche ältere Anlagen und Aggregate zu erhalten. Können wir die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleisten, müssen wir unserer Verantwortung für die Badegäste gerecht werden und eine Schließung erwägen; im schlimmsten Fall, bevor es eine neue Lösung gibt.

Als der Bau des Kombibads in der Gemeinderatssitzung am 10. Oktober 2016 beschlossen wurde, entschied der Gemeinderat zusätzlich Folgendes: Der Standort ALOHRA wird aufgegeben. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 12. April 2018 hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass der Standort Schwalbenrain (aktuelles Freibad „Natura“ Gelände) als Baugrundstück festgelegt wird.

Betreiber der Bäder ist der „Eigenbetrieb Bäder, Versorgung und Verkehr Rastatt“ (vormals Stadtwerke Rastatt), ein Eigenbetrieb der Stadt Rastatt. Die Entscheidung über die Zukunft trifft deshalb letztlich der Gemeinderat der Stadt.

Laut Betriebssatzung ist es die Aufgabe der Betriebsleitung, die Beschlüsse des Gemeinderats, des Betriebsausschusses und die Entscheidungen des Oberbürgermeisters in sämtlichen Angelegenheiten des Eigenbetriebes zu vollziehen.

Bei der Entscheidungsfindung wird der Gemeinderat unterstützt durch den Betriebsausschuss sowie durch den Arbeitskreis „Zukunft Bäder Rastatt“, der eigens dafür ins Leben gerufen wurde.

Auch die Stadt Rastatt bzw. ihr Eigenbetrieb Bäder, Versorgung und Verkehr schätzen den alten Baumbestand im Freibad „Natura“ Rastatt und sind bestrebt diesen zu erhalten. Bei den Planungen am Standort Schwalbenrain wird darauf geachtet, den alten Baumbestand soweit wie möglich zu erhalten.

Stadt, Eigenbetrieb und der Gemeinderat waren sich von vornherein einig, dass die Konkretisierung des Projekts unter Einbeziehung der Öffentlichkeit erfolgen muss. Auch die Vertreter aller Nutzergruppen sollen für die Planungen gewonnen werden. Deshalb beschloss der Gemeinderat am 12. November 2015, den Arbeitskreis „Zukunft Bäder Rastatt“ einzurichten, dem insgesamt 19 Vertreter aller Nutzergruppen (bspw. DLRG, RTV, Jugend- und Seniorenvertreter, Stammgäste etc.) angehören.

Selbstverständlich werden wir beim angedachten Neubau eines Kombibades darauf achten, dass ein barrierefreier Zugang in jedes Becken bzw. in den Räumlichkeiten gewährleistet wird. Uns ist bekannt, dass dies in den aktuellen Bestandsbäder leider nicht der Fall ist.

Um praktische Bedürfnisse und Bedarfe für Menschen mit Handicap und Senioren zu erfassen, sind bereits Mitglieder der Interessengruppen im Arbeitskreis Bäder vertreten.

Die verkehrliche Anbindung fließt in die Gesamtplanung der Kombibades mit ein. Ob es eine Busanbindung direkt vor dem Kombibad geben wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Ihre Frage, unsere Antwort

Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Fragen.